Loch und Naht

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Verband freier Lektorinnen und Lektoren

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In mittelalterlichen Codices finden sich zum Teil aufwendige Vernähungen von Löchern, Rissen und Schnitten im Perga-ment: Löcher, die vor dem Spannen an der nassen Tierhaut vernäht wurden, oder Nähte am fertigen Pergament. Für letztere wurden an einigen Herstellungsstätten sehr aufwen-dige bunte Ziernähte beobachtet, etwa in Engelberg, Gött-weig, Admont und Seckau. Interessant ist dabei, dass es sich oft nur scheinbar um notwendige Reparaturen handelt. Fragen nach Funktion, Materialität, Technik, Herstellungsab-lauf und Herstellern sind in der Forschung erst selten ange-klungen. Am 12.9.2019 widmete sich in Graz auf dem 34. Österreichischen Bibliothekartag ein kleines Symposium dem Thema (Astrid Breith, Thomas Csanády, Christine Jakobi-Mirwald: Tagungsbericht). Eins der Ergebnisse war eine zweisprachige Terminologie der Nähte und Stiche, die hier heruntergeladen werden kann.


Sewings, stitchings and darnings in manuscripts have only rarely been noticed by scholars of the medieval book. A mini-symposion at the 34. Österreichischen Bibliothekartag  showed examples and discussed terminology, materials and function (which a startling amount of this kind of needlework appears to lack). One of the results is a basic terminology of stitchings (German/English).

Loch und Naht

Holes, Stitchings, Needlework

"Versuch macht klug": Mustertuch Pergamentnähte